Wenn plötzlich das Licht ausgeht….

In den vergangenen Wochen kam es in Offenburg sowie der umliegenden Region vermehrt zu vereinzelten Stromausfällen. Die anhaltende Hitzewelle fordert gegenwärtig auch die lokalen Stromnetze heraus. Diese Situation ist kein Grund zur Besorgnis, jedoch ein sachlicher Anlass für die Frage: Sind Sie und Ihre Haushalte auf einen eventuellen Ernstfall vorbereitet?

Die Feuerwehr Offenburg ist selbstverständlich auch bei einem Stromausfall voll einsatzbereit. Damit die Rettungskräfte jedoch genau dort helfen können, wo Menschenleben in Gefahr sind, ist die Feuerwehr auf die Mithilfe und die Eigenvorsorge der Bevölkerung angewiesen.
 
Richtig informiert bleiben
 
  • Netzbetreiber statt Notruf: Bei einem gewöhnlichen Stromausfall ohne (Folge)Gefahren verfügt der örtliche Stromnetzbetreiber über die schnellsten Informationen zur Behebung der Störung. Es wird empfohlen, die entsprechende Störungshotline oder die Website des Versorgers vorab im Mobiltelefon zu speichern.
  • Warn-App NINA: Die offizielle Warn-App des Bundes (NINA) informiert zuverlässig über großflächige Störungen und stellt offizielle Handlungsempfehlungen bereit. Die Installation auf dem Smartphone wird dringend empfohlen.
Die Einsatzschwelle der Feuerwehr: Wann gilt der Notruf 112?

Bitte halten Sie die europaweite Notrufnummer 112 strikt für echte Notfälle frei.
 
  • Kein Fall für den Notruf 112: Ein auftauender Kühlschrank, der Ausfall von Unterhaltungsmedien oder eine dunkle Wohnung ohne unmittelbare Gefährdung. In diesen Fällen kann die Feuerwehr keine Abhilfe leisten.
  • Ein akuter Fall für den Notruf 112: Es besteht eine unmittelbare Lebens- oder Gesundheitsgefahr. Dies ist der Fall, wenn lebenserhaltende medizinische Geräte (z. B. Beatmungsgeräte) mangels Akku-Kapazität auszufallen drohen, Personen in Aufzügen eingeschlossen sind oder durch den Stromausfall Folgeschäden wie Brände, Unfälle oder technische Notlagen entstehen.
Empfehlungen zur Eigenvorsorge
 
Bereits mit einfachen Mitteln lässt sich die persönliche Resilienz im Haushalt deutlich steigern. Zur Grundausstattung sollten gehören:
 
  • Ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser (ca. 2 Liter pro Person und Tag für einige Tage).
  • Eine einsatzbereite Taschenlampe mit funktionierenden Batterien oder geladenem Akku.
  • Ein batteriebetriebenes Rundfunkgerät (oder die Nutzung des Autoradios), um bei großflächigen Ereignissen behördliche Durchsagen verfolgen zu können.
Die Feuerwehr Offenburg dankt Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihre Umsicht.